Collie-Augenanomalie (CEA)

Die Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine erblich bedingte, weit verbreitete Augenanomalie, die vor allen bei den Rassen Collie und Sheltie anzutreffen ist. In unterschiedlicher Form und Stärke können Veränderungen vor allem am Augenhintergrund mit Netzhaut, Sehnerv und umgebenden Gewebe zu finden sein. Die Veränderungen offenbaren sich in einer starken Windung der Netzhautgefäße, chorioretinale Dysplasie (Fehlentwicklung der Chorioidea -dünne, pigmentierte Aderhaut des Auges-, Erweiterung des Sehnerveneintritt (Papille) mit oder zirkumpapillares Staphylom (beerenartige Auftreibung um die Papille), teilweise oder vollständige Netzhautablösung mit Blutung im Innern des Augapfels.

Durch eine spezielle Untersuchung des inneren Auges (Ophthalmoskopie) kann die Diagnose CEA gestellt werden.

Zur Zeit dürften in Deutschland etwa 63% der beiden genannten Rassen entsprechende Veränderungen zeigen. Doch nur etwa jeder hundertste CEA - positive Hund erfährt eine Beeinträchtigung der Sehkraft. Eine Erblindung bei CEA geht in der Regel mit Netzhautablösung und Blutungen im inneren Auge einher. Nur in diesen schweren Fällen wird ein Fortschreiten der Erkrankung festgestellt. Leichte Formen der CEA können im Welpen- und frühen Junghundalter verschwinden (sogenannte Go normals). Eine Behandlung für die CEA gibt es nicht.

Durch die Augenuntersuchung im Welpenalter und die Erfassung und Auswertung der Ergebnisse möchte der Club für Britische Hütehunde im Zusammenwirken mit den Züchtern, spezialisierten Tierärzten und Genetikern Rückschlüsse und Verbesserungen für die Zucht erreichen.

eine Liste mit für die Augenuntersuchung spezialisierten Tierärzten des DOK  (Dortmunder Kreis)  findet man unter
http://www.dok-vet.de/de/Doctors/CommonPage.aspx


Literaturhinweise:
Dr. Sharon Lynn Vanderlip: Hundezucht Therapie Genetik für Tierärzte und Züchter am Beispiel Collie